Heute mit folgenden Themen:
Was ist eigentlich Definitionsmacht? Eine allgemeine Beschreibung und die Anwendung des Konzepts auf sexualisierte Gewalt. // Der Papstbesuch in Erfurt //
Das “Veto”, eine neuer Laden in der Trommsdorfstraße
Tag-Archiv für 'Szene'
Gwendolin Altenhöfer las am 30.8. auf der Polyfantasiawoche aus dem Zine „Die Krake. Künstliche Beziehungen für unnatürliche Frauen“. Ihr könnt heute in unserem Mitschnitt nochmal Ihren “Forschungsreisen in nichtmonogames Gelände” zuhören.
Martin Büsser über “Geschlechterverhältnisse in Punk, Post-Punk, Hardcore und EMO”
Die meisten Subkulturen sind homosozial geprägt, wie Matthew Bannister in seiner Studie White Boys, White Noise herausarbeitet: Sie bestehen aus hierarchischen, vorwiegend männlich geprägten Strukturen. Männer begegnen sich auf engstem Raum, doch gerade aufgrund dieser homoerotisch aufgeladenen Situation bleibt Homosexualität meist unausgesprochenes Tabu. Dieser Befund gilt weitgehend auch für die Punk- und Post-Punk-Szene…
Der historisch angelegte Vortrag von Martin Büsser untersucht die unterschiedlichen Bewegungen im Punk und deren Verhältnis zu den normativen Geschlechterrollen. ‘Sendung | 7. Januar 2010′ weiterlesen
Auch unter uns Schwestern hat sich virulent und alljährlich zum Kalenderwechsel die hoffnungslose Unsitte der sogenannten VORSÄTZE ZUM NEUEN JAHR ausgebreitet.
Seit Bestehen der schwulen Menschheit ist es schier unmöglich, Anfang Januar eine der unzähligen Szene-Garagen zu betreten, ohne dass einem schon aus größerer Entfernung entsprechend affektierte Sätze die Lackfrisur zerpusten.
Da hört man:
“Dieses Jahr nur Rohkost.”
oder
“Ein einziges Mal 365 Tage keinerlei Promiskuität! Allein die Kondomkosten, die ich spare, denk doch mal!”
oder
“Ich fang wieder an, Tagebuch zu schreiben, weißt du.”
oder
“In diesem Jahr, das schwöre ich feierlich, zahl ich die Kraftfahrzeug- und die Hundesteuer auf den Tag genau!”
Und so weiter und so fort. ‘(Nr.40) Leise rieseln die Vorsätze fürs neue Jahr’ weiterlesen
Jene Herren aus unserer unüberschaubaren Thüringer Schwesternvertretung, die auch intellektuell ein wenig hermachen wollen, schnattern gern und oft von der SZENE.
Meist wird gejammert. Entweder wird das geheimnisvolle Fehlen der SZENE beschrien oder der Abstand von derselben hochgehalten. “Das soll eine Szene sein???” wird da von links gequietscht oder von rechts wird ein understatement-mäßiges “Ich war noch nie in der SZENE involviert” geraunt. In beiden Fällen werden vom jeweiligen Sprecher jedoch sehr gern vor dem Wort “SZENE” die Hände mit gelockerten Gelenken gehoben. Dann werden sehr schnell (und entsprechend geziert) Zeige- und Mittelfinger beider Hände zuckend nach unten und oben bewegt, um pantomimisch die sogenannten Anführungsstrichchen anzuzeigen. Das nennt man dann Ironie. ‘(Nr.37) Wo bitte ist eigentlich die sogenannte Szene?’ weiterlesen





